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Vorteile eines
Lebensmittelsicherheits-Managementsystems
Mit
einer korrekten Anwendung der HACCP -
Methode wird eine Verbesserung der Lebensmittelsicherheit
und eine gesteigerte Selbstverantwortung des
Lebensmittelbetriebs erreicht. Fragen zur
Lebensmittelsicherheit werden kompetent und nachvollziehbar
vom Lebensmittelbetrieb selbst beantwortet, ohne dem
Lebensmittelinspektor oder dem Auditor ausgeliefert zu sein.
Der Aufbau eines Lebensmittelsicherheits-Managementsystems
stellt in erster Linie eine Investition in das Knowhow
des Lebensmittelbetriebs und nicht eine Investition in
Anlagen und Infrastruktur dar! Es kann aber gerade aus der
Risikoanalyse resultieren, dass eine gezielte Investition
notwendig ist.
Nachfolgend finden Sie einige Informationen zu den heute
gebräuchlichen Sicherheitsstandards.

ISO 22000:2005 – „der internationale Standard“
Wir empfehlen die seit November 2005 als „DIN EN ISO
22000:2005“ auch in Deutschland eingeführte Norm für ein
Managementsystem der Lebensmittelsicherheit in Kombination
mit den Anforderungen nach HACCP.
Im Jahr 2001 hatte die ISO, in Anbetracht der zunehmenden
Bedeutung von Lebensmittelsicherheits-Managementsystemen,
eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um einen internationalen
Standard für Lebensmittelsicherheits-Managementsysteme zu
entwickeln, welcher mittelfristig private oder nationale
Standards wie BRC, IFS, GFSI und andere unter einem Dach
zusammenfassen könnte.
Diese Norm hat den gleichen Aufbau wie die weltweit bekannte
Norm zum Qualitätsmanagement DIN EN ISO 9001:2000, um ein
hohes Maß an Übereinstimmung zwischen den beiden Normen zu
erzielen.
Diese Norm kann von allen Firmen angewendet werden, die in
irgendeiner Form in der Lebensmittelkette mitwirken. Sie
gilt daher für:
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Anbaubetriebe |
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Futtermittelhersteller |
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Erzeugerbetriebe |
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Lebensmittelhersteller |
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Weiterverarbeiter von
Lebensmitteln |
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Großhändler |
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Einzelhändler, Gastronomie
und Gemeinschaftsverpflegungsbetriebe |
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Hersteller von Pestiziden,
Düngemitteln und Tierarztneimitteln |
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Lebensmittelkette für die
Produktion von Zutaten und Zusatzstoffen |
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Transport- und Lagerbetriebe |
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Gerätehersteller |
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Reinigungs- und
Desinfektionsmittelhersteller |
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Hersteller von
Verpackungsmaterial |
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Dienstleistungsanbieter |
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Erste
Zertifizierungen sind ab dem Jahre 2005 eingeplant.
Mit einer korrekten und rigorosen Anwendung der
HACCP-Methode (gemäß den 12 Etappen) kann schon heute
bestätigt werden, ohne ins Detail des Aufbaus dieses
Standards gehen zu wollen, dass eine Zertifizierung
problemlos möglich sein wird.
Dieser Standard wird der Vision endlich konkret Gestalt
geben:
„Einmal zertifiziert, überall akzeptiert“
HACCP – der
„Grundlagenstandard“
HACCP, Hazard Analysis Critical Control Point, ist eine
Methode der Risikoanalyse und –Risikobeherrschung für die
Lebensmittelsicherheit, welche in der Gesetzgebung der
meisten Industrieländer seit Mitte der 90er Jahre gefordert
wird. Sie legt die Systematik der HACCP-Methode in 12
Etappen fest:
-
Bildung des HACCP-Teams
-
Beschreibung des
Produkts
-
Beschreibung des
Produktgebrauchs
-
Beschreibung des
Herstellungsablaufs
-
Verifikation des
Herstellungsablaufs
-
Auflisten der
potentiellen Gefahren zu jedem Schritt des
Herstellungsablaufs, Durchführen
einer Risikoanalyse und Bestimmen der Vorbeugemaßnahmen
zur Beherrschung der identifizierten Gefahren
-
Bestimmen der
kritischen Lenkungspunkte (CCP)
-
Festlegen von CCP-Grenzwerten
-
Festlegen von
Überwachungsmethoden für die CCP
-
Festlegen von
Korrekturmaßnahmen für die CCP
-
Verifikation des HACCP-Systems
-
Führung der HACCP-Dokumentation
Die obigen HACCP-
Etappen 6-12 stellen die aus der Gesetzgebung bekannten 7
HACCP- Prinzipien dar.
Nähere Informationen finden Sie unter:
Spezialgebiete -->
HACCP Lebensmittelhygiene
Die nachfolgenden
Standardbeschreibungen dienen nur zur Übersicht. Eine
Einführung halten wir aufgrund der internationalen
Fokussierung auf die DIN EN ISO 22000:2005 in Kombination
mit HACCP nicht für sinnvoll.
Grossverteiler & Lebensmittelsicherheit: die Global Food
Safety Initiative (GFSI)
Das CIES Business
Forum, welches mehr als 200 Großverteiler aus 50 Ländern
umfasst, hat im Jahr 2001 die Global Food Safety Initiative
(GFSI) gestartet. Das Ziel dieser Initiative ist die
Forderung der Umsetzung eines einheitlichen anerkannten
Lebensmittelsicherheits-Managementsystems.
Dieses Dokument beschreibt die Minimalanforderungen, welche
die verschiedenen auf dem Markt vorhandenen Standards zu
erfüllen haben, um von der GFSI anerkannt zu werden.
Die Grundidee dahinter ist, dass ein Lieferant nur einmal
auditiert und zertifiziert wird und dass dieses Resultat von
allen Abnehmern akzeptiert wird. Alle anerkannten Standards
(bis heute 4) sind als gleichwertig anzusehen und die
Großverteiler können von ihren Eigenmarkenherstellern eine
Zertifizierung nach einem der anerkannten Standards fordern.
Der BRC Global Standard und der IFS (International Food
Standard) sind unter anderen als Standards von der GFSI
anerkannt worden.
BRC Global
Standard-Food – der „englische Standard“
Das British Retail Consortium (BRC) ist eine Vereinigung der
englischen Großverteiler.
Dieser Standard umfasst folgende Kapitel:
1.
HACCP-System
2.
Qualitätsmanagement-System
3.
Einrichtungsstandards des Unternehmens
4.
Produktbeherrschung
5.
Prozessbeherrschung
6. Personal
Wie daraus ersichtlich
wird, beschränkt sich der Standard nicht nur auf HACCP,
sondern umfasst auch Teile des QM-Systems sowie die gute
Herstellungspraxis (GHP).
Unternehmen können nach diesem Standard zertifziert werden.
International Food Standard
(IFS) – der „deutsche Standard“
Der Handelsverband des deutschen Einzelhandels (HDE) hat in
Kraft gesetzt. Dieser Standard umfasst folgende Kapitel,
basierend auf der Struktur von ISO 9001:
1.Anforderungen an das QM-System
2.Verantwortlichkeit auf Leitungsebene
3.Ressourcenmanagement
4.Herstellungsprozess
5.Messungen,
Analysen, Verbesserungen
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